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Stellungnahme zum Jugendförderplan 2011 / 12

von Susanne Meier

Der Jugendförderplan (JFP) des Landkreises Havelland gibt einen Überblick, welche Angebote es im Havelland im Bereich Jugendarbeit gibt. Des Weiteren beinhaltet der Plan unter anderem thematische Schwerpunkte und einen Plan zur Verteilung der Gelder im Jugendbereich.

Die Kreistagsfraktion DIE LINKE im Havelland befürwortet es, dass der JFP in guter Zusammenarbeit mit den Trägern der Jugendhilfe erarbeitet wurde. In den vergangenen Jahren gab es immer mal wieder Beschwerden darüber, der Plan wäre nicht frühzeitig genug zur Diskussion gestellt wurden. Das war 2011 nicht der Fall. Die Träger wurden von Beginn an in den Planungsprozess einbezogen und werden auch weiterhin vor allem thematisch eng mit Jugendamt zusammenarbeiten.

Besonders erfreut waren wir über die Erhöhung der Mittel für den internationalen Jugendaustausch von 1.000 auf 5.000 Euro. Seit langem hatte DIE LINKE. darauf hingewiesen, dass 1.000 Euro bei Weitem nicht genügen, um die Träger im Kreis zu unterstützen, die mit Jugendlichen zum Beispiel nach Indien oder Israel reisen. Auf diese Weise lernen Kinder und Jugendliche neue Kulturen kennen und entwickeln sich zu weltoffenen Mitbürgern.

Auch das Gesamtkonzept des JFP wird von der Kreistagsfraktion DIE LINKE im Havelland größtenteils unterstützt. Es ist eine positive Neuerung, dass die demographische Entwicklung des Kreises zum Schwerpunktthema des JFP gemacht wurde. Leider gibt es nach Angaben des Jugendamtes keine Zusammenarbeit zwischen dem Demographiebeauftragten des Kreises und dem Jugendamt. Deshalb fordert DIE LINKE, dass Jugendarbeit auch im Demographieprojekt des Landkreises ein Schwerpunktthema wird. Sonst besteht die Gefahr, dass Kinder, Jugendliche und Familien keine Berücksichtigung in Konzepten zur demographischen Entwicklung des Kreises finden.

Ein generelles Problem scheint zu sein, dass das Jugendamt eher ein „Stiefkind“ des Landkreises ist. Aus diesem Grund scheint das Jugendamt, inklusive Allgemeiner sozialer Dienst, personell unterbesetzt zu sein. Einige Aufgaben können aus diesem Grund nicht ausreichend bewältigt werden. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Aufgaben stetig wächst. Geht eine Mitarbeiterin aber beispielsweise in die wohlverdiente Babypause, wird diese Personalstelle nicht adäquat ersetzt. Auf diese Weise kommen Prozesse zum Erliegen, Fördermittelanträge können nur langsam bearbeitet sowie abgerechnet werden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich berechtigterweise allein gelassen. Die Kreistagsfraktion DIE LINKE vertritt die Meinung, dass das Jugendamt die falsche Stelle ist, um Geld am Personal zu sparen.

Alternative Kinderbetreuung

von Susanne Meier

Im Havelland gibt es inzwischen 120 Tagespflegestellen, heißt: Tagespflegemütter und –väter betreuen täglich etwa fünf Kinder, meist in ihren eigenen Wohnungen oder Eigenheimen. Dieses Angebot ist eine Ergänzung zur Kindertagesbetreuung durch Kindergärten und vor allem für Familien geeignet, deren Kinderbetreuung flexibel und variierbar sein sollte.

Die Kreistagsfraktion DIE LINKE. im Havelland setzt sich seit Jahren für eine angemessene Aufwandsentschädigung für Tagespflegepersonen und die damit einhergehende Qualitätssteigerung in der Kinderbetreuung ein. Wer sich acht Stunden am Tag um Kleinstkinder kümmert, hat einen Lohn verdient, der es ihm ermöglicht, ein finanziell unabhängiges Leben zu führen.

Um die Bedingungen für Tagespflegepersonen weiterhin zu verbessern, fand ein Gespräch mit dem Jugendamt statt. Auch dort ist man sich einig, dass die Richtlinie zur Kindertagespflege überarbeitet werden soll. Dazu hat die Kreisverwaltung Vorstellungen, die mit denen der LINKE-Fraktion einher gehen. Unter Anderem soll die Aufwandsentschädigung für die Tagespflegepersonen schrittweise an die Empfehlung des Bundes (5,50 Euro pro Kind und pro Stunde) angepasst werden. Weiterhin wird darüber nachgedacht, die Urlaubstage von 25 auf 27 zu erhöhen. Neu soll sein, dass der Richtlinie weitere Qualitätsstandards zugefügt werden.

Durch das Kinderförderungsgesetz wird ab 2013 jedes Kind mit Vollendung des ersten Lebensjahrs einen Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung haben. Auf diese Weise entsteht ein Mehrbedarf an Betreuungsangeboten, der nach Angaben der Bundesregierung zu einem Drittel von der Kindertagespflege gedeckt werden soll. Doch um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, Tagespflegemüttern und –vätern Anreize für ihre Tätigkeit zu bieten. Die Qualität der Kindertagespflege darf sich von der in Kindertageseinrichtungen nicht unterscheiden. Eltern müssen sich auf eine hochwertige Bildung und Betreuung ihrer Kinder verlassen können.

Kreistagssitzung am 21.03.2011

Ansichten und Meinungen

Mitglieder der Kreistagsfraktion DIE LINKE
Fraktionsvorsitzender Harald Petzold erläuterte die Position der Linksfraktion zum Kreisetat 2011
Christian Görke begründete den Änderungsantrag der Linksfraktion zur Landesbeteiligung an den Kosten der Tierkörperbeseitigung

WESTHAVELLÄNDER: 22.03.2011.

Kommentar: Joachim Wilisch über die Schwerpunkte im
havelländischen Kreishaushalt mehr

FINANZEN: Kreistag stimmt Haushalt zu (Von Joachim Wilisch) mehr


 

Konzept Klimaschutz

Diskussionsangebot der Fraktion DIE LINKE

„Klimaschutz durch sozial-ökologischen Umbau und Wandel“ mehr