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Können drei Geschäftsführer irren?

Augenzwinkerndes Neujahrsgeschenk für den Landrat

Dieses eingerahmte T-Shirt erhielt Landrat Burkhard Schröder (re.) am Freitag vom Fraktionschef der Linken, Harald Petzold (Ii.). Foto: Rachner

HAVELLAND. (pat) Es ist eine Tradition, allerdings nicht immer zur Freude von Burkhard Schröder (SPD). Anlässlich des Neujahrsempfangs des Landkreises Havelland in Groß Behnitz am Freitagabend hat die Linksfraktion im Kreistag dem Landrat erneut ein politisches Neujahrsgeschenk überreicht. Harald Petzold, Fraktionsvorsitzender, und sein Stellvertreter Christian Görke schenkten ihm ein T-Shirt mit einem Schloss-Ribbeck-Motiv, darauf der Schriftzug: „Können drei Geschäftsführer irren?" „Mit unserem Neujahrsgeschenk möchten wir auf die Schieflage in der Schloss Ribbeck GmbH und die Notwendigkeit der Förderung von Kunst und Kultur im Landkreis verweisen. Offensichtlich waren die Pläne von Landrat Dr. Schröder bezüglich der Entwicklung von Schloss Ribbeck zu einem touristischen Leuchtturm im Havelland nicht realistisch. Jedenfalls konnten die drei bisherigen Geschäftsführer Schloss Ribbeck nicht auf solide Füße stellen", so der Fraktionsvorsitzende Harald Petzold. Christian Görke betonte zudem, dass die Fraktion von Beginn an auf die Probleme des Prestigeobjektes hingewiesen und den Landrat wiederholt zu mehr Realitätssinn im Zusammenhang mit Schloss Ribbeck geraten habe. „Die jetzige wirtschaftliche Schieflage sollte der Landrat endgültig zum Anlass nehmen, die bisherige konzeptionelle Ausrichtung der Veranstaltungs- und Kulturstätte zu überdenken", sagte er. So spricht sich die Linksfraktion dafür aus, Schloss Ribbeck als öffentlich finanzierte Kultureinrichtung künftig weiter und noch stärker als bislang einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch für Kinder und Jugendliche oder für Menschen mit einem kleineren Geldbeutel müsse es Veranstaltungen oder bezahlbare Angebote geben. Das gastronomische Angebot sollte zudem an unterschiedlichste Besuchergruppen angepasst werden. Der Werkstatt-Diskussionsprozess mit den Fraktionen des Kreistages zur Zukunft von Schloss Ribbeck sollte unverzüglich wieder einberufen werden, lautet eine weitere Forderung. Nach Auffassung der Linken könnte der auf lange Sicht erfolgreiche Entwicklungsprozess des Kulturzentrums Rathenow als Orientierung für die Fortschreibung des Betreiberkonzeptes dienen. Er verdeutliche, dass Publikumsorientierung und hoher qualitativer Anspruch kein Widerspruch sein müssen. „Trotz unserer Kritik sagen wir deutlich: Kultur für das Allgemeinwohl ist keine Profitquelle. Zuschüsse sind notwendig, wenn man Qualität und Inhalte anbieten und ihre Unabhängigkeit grundsätzlich sichern will. Wer das in Frage stellt, wird auch Schloss Ribbeck nicht auf eine Erfolgsspur führen können", so Petzold und Görke übereinstimmend.

Aus der BRAWO Ausgabe Rathenow Nr. 5 vom Mittwoch, 16. Januar 2013


BA Daten Dezember 2012

Tatsächliche Arbeitslosigkeit HVL

Über 8.756 Arbeitslose im Havelland
Zeit zu handeln statt zu tricksen


Tatsächliche Arbeitslosigkeit       8.756
   Offizielle Arbeitslosigkeit            7.564
   Nicht gezählte Arbeitslose           1192

 

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