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Die Internationale

(deutscher Text: Emil Luckhardt, 1910)

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,

die stets man noch zum Hungern zwingt!

Das Recht wie Glut im Kraterherde

nun mit Macht zum Durchbruch dringt.

Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!

Heer der Sklaven, wache auf!

Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger

Alles zu werden, strömt zuhauf!

 

|: Völker, hört die Signale!

Auf zum letzten Gefecht!

Die Internationale

erkämpft das Menschenrecht. :|

 

Es rettet uns kein höh'res Wesen,

kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

Uns aus dem Elend zu erlösen

können wir nur selber tun!

Leeres Wort: des Armen Rechte,

Leeres Wort: des Reichen Pflicht!

Unmündig nennt man uns und Knechte

duldet die Schmach nun länger nicht!

|: Völker, hört die Signale!

Auf zum letzten Gefecht!

Die Internationale

erkämpft das Menschenrecht. :|

In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,

wir sind die stärkste der Parteien

Die Müßiggänger schiebt beiseite!

Diese Welt muss unser sein;

Unser Blut sei nicht mehr der Raben,

Nicht der mächtigen Geier Fraß!

Erst wenn wir sie vertrieben haben

Dann scheint die sonn' ohne' Unterlass!

|: Völker, hört die Signale!

Auf zum letzten Gefecht!

Die Internationale

Erkämpft das Menschenrecht. :|

Geschichte

 

Die Internationale ist ohne Frage der bekannteste und weit Verbreiteste Lied der sozialistischen Arbeiterbewegung. Nicht umsonst gilt sie auch als Hymne des Sozialismus. Die Sowjetunion benutzte sie bis 1943 als offizielle Nationalhymne.

Die Original französische Fassung stammt von dem Pariser Eugene Pottier, sowie dem Belgier Pierre Degeyter, der die Musik beisteuerte.

Pottier verfasste den Text kurz nach der Niederschlagung der Pariser Kommune 1871, der ersten proletarisch-sozialistischen Revolution.

Neues Leben wurde der Internationalen im Oktober 1989 eingehaucht, als Tausende demonstrierende DDR-Bürger durch das Absingen des alten Liedtextes auf das Missverhältnis zur sozialistischen Wirklichkeit hinwiesen.