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Spendenübergabe an Ketschup-Club Premnitz

Die Genossen Wolfgang Hundt, Hendrik Öchsle und Jörg Schönberg (v.l.n.r.) bei der Spendenübergabe.

von Hendrik Öchsle, Co-Vorsitzender DIE LINKE. Havelland

Nach einem Hilferuf des Ketschup-Clubs Premnitz im August, verbunden mit der Bitte um Spenden, hat DIE LINKE. Havelland auf ihrem ersten Friedensfest in Ribbeck eine Spendenbüchse rumgehen lassen. 310 Euro sind zusammengekommen. Diese Spenden haben Mitglieder des Kreisvorstandes und der LINKEN Premnitz an den Verein am 18. September übergeben.

Der Ketschup-Klub organisiert für 130 Schülerinnen und Schüler der Grundschule ein kostenloses Frühstück. Die Kinder finden es „cool“, morgens die Möglichkeit zu haben gemeinsam zu frühstücken. Leider gehen zurzeit die Spenden zurück und damit besteht die Gefahr, dass dieses Projekt nicht weitergeführt werden kann. Wir LINKE halten dieses Projekt für sehr wichtig, da es nicht sein kann, dass Kinder mit leerem Magen dem Unterricht nicht aufmerksam folgen können. Unser Dank gilt den Premnitzer Bürgerinnen und Bürgern, die mit Sachspenden wie Obst, Gemüse und kleinen Aufmerksamkeiten dieses Projekt unterstützen. Aber auch den beiden Frauen, die täglich das Frühstück zubereiten, gebührt unsere Anerkennung und Hochachtung.

Warum Marx kein Marxist sein wollte

Vortag und Gespräch mit Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann am 23. April in Premnitz

Vergessene Zusammenhänge der Entstehungsgeschichte des Marxismus und der oft allzu unkritische Umgang mit den Schriften von Marx sollen in einer Bildungsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Premnitz diskutiert werden.

Der Philosoph Gerd-Rüdiger Hoffmann, der den Einführungsvortrag halten wird, betont, dass mit dem Marxismus als Theorie und den daraus abgeleiteten politischen Zielen viel kritischer umgegangen werden muss, weil nur dann das kritische Potential dieses "Klassikers" ins Heute zu holen ist. Das wäre wohl ganz im Sinne von Marx.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Philosophische Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Die Einladung zur Veranstaltung finden Sie hier.

Wann: Montag, 23. April, 16 Uhr - 18 Uhr
Wo: Premnitz, Rathaus, Liebigstraße 42

Stadtverwaltung lässt Neonazis freie Bahn

Eine Presseerklärung von Claudia Sprengel

Am 19. Juli fand in der Nähe des Asylbewerber_innenheims in Premnitz eine Kundgebung von Neonazis statt. Dabei wurden auch Flyer verteilt, die gegen das Asylbewerber_innenheim und dessen Bewohner_innen hetzen. Die Öffentlichkeit erhielt dazu im Vorfeld keine Informationen, um bewusst Gegenaktionen zu verhindern.

Eigentlich müsste man aus den Anschlägen des vergangenen Jahres gegen das Asylbewerber_innenheim in Premnitz gelernt haben. So wurden dort Brände gelegt, um die Eröffnung des Heims zu sabotieren. Eine rechtsradikale Motivation der Täter, welche nun mit einem milden Urteil davon gekommen sind, war klar erkennbar. Dennoch scheint die Verwaltung Vertreter_innen von rechtem Gedankengut die Bühne überlassen zu wollen, denn am 19. Juli wurde eine Kundgebung von Neonazis in unmittelbarer Nähe des Asylbewerber_innenheims in Premnitz durchgeführt. Damit wird ein Bild von Premnitz und dessen Bevölkerung gezeichnet, als ob dies die gängige Meinung wäre. "Nach Angaben der Stadt wurden bewusst Informationen zurück gehalten, um Aktionen gegen die Kundgebung der Neonazis zu verhindern. Somit wurde aber vielmehr verhindert, dass die Einwohner_innen von Premnitz eine Möglichkeit hatten zu zeigen, dass wir eine offene Stadt sind und rechtes Gedankengut als menschenverachtend ablehnen!", so die Stadtverordnete Claudia Sprengel (DIE LINKE).

Die Neonazis, die sich in ihrem Internetauftritt als "Freie Kräfte Neuruppin" bezeichnen, haben beispielsweise einen Redebeitrag des havelländischen Kreistagsabgeordneten der NPD Michel Müller organisiert, welcher mehrfach wegen rechten Gewalttaten vorbestraft ist. "Es ist ein Skandal, dass rechten Gewaltätern lieber die Bühne überlassen wird als demokratischen Kräften! Es ist unverständlich warum überhaupt zugelassen wurde, dass eine derartige Hetze in unmittelbarer Nähe des Asylbewerber_innenheims stattfinden durfte. Das Bild, das dadurch auf die Stadt als Ganzes geworfen wird, ist fatal!", so Sprengel weiter.

Hingegen gab es keinerlei Willkommensgrüße in der Stadt, um ein positives Bild zu erzeugen. So hat es nicht nur fatale Folgen für das Image von Premnitz, sondern ist für die Flüchtlinge, die erst kurze Zeit in dem Heim leben, verschreckend - als ob sie nicht schon genug durchgemacht hätten. Wir, DIE LINKE. Premnitz, wollen unsere Unterstützung des Asylbewerber_innenheims und dessen Belange betonen und glauben, dass es wichtige Impulse für die Stadt geben kann. Der tolerante und vorurteilsfreie Umgang mit den Flüchtlingen sollte selbstverständlich sein und von der Stadt befördert werden. Wir fordern daher die Verantwortlichen dazu auf, die Heimbewohner_innen zu schützen und keine rassistischen Übergriffe zuzulassen.

Meinungsfreiheit ist immer auch die Meinungsfreiheit der anderen. Wir fordern daher dazu auf, Stellung zu beziehen und sich als Stadt mit der gesamten Region hinter das Asylbewerber_innenheim und dessen Bewohner_innen zu stellen.

Für ein tolerantes Miteinander
Fraktion DIE LINKE. in der SVV Premnitz