24. März 2012

Mit linken Ministern im direkten Dialog

Regionalkonferenz der LINKEN für Westbrandenburg in Dallgow-Döberitz

Hendrik Öchsle, Kreisvorsitzender der LINKEN im Havelland, begrüßte die Akteure und Gäste der Regionalkonferenz im Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz.

Seitdem DIE LINKE in Brandenburg in Regierungsverantwortung ist, stehen die vier Minister der LINKEN regelmäßig auf den Regionalkonferenzen des Landesverbandes zu aktuellen Fragen und Problemen Rede und Antwort. So war es auch Ende März bei der Regionalkonferenz im havelländischen Dallgow-Döberitz. Nach einer kurzen Darstellung der Halbzeitbilanz aus Sicht der linken Ressortchefs nutzten die Gäste der Regionalkonferenz die Möglichkeit, mit den Ministern direkt ins Gespräch zukommen.

Am Gesprächstisch von Anita Tack, Ministerin für Gesundheit, Umwelt- und Verbraucherschutz, dominierten die Fragen nach der Zukunft des Gesundheitswesen im Flächenland Brandenburg. Nach Auffassung der Ministerin sollen alle 52 Krankenhäuser an insgesamt 62 Standorten erhalten werden. Dazu sei es notwendig, dass die Träger der Krankenhäuser mitziehen, so die Ministerin. Die Krankenhauslandschaft in Brandenburg ist dreigeteilt. Je ein Drittel der Einrichtungen gehören privaten Unternehmen, kirchlichen Trägern und den Kommunen.

Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers erläuterte auf Nachfrage die neue Wirtschaftsförderungsstrategie der Landesregierung. Um künftig in den Genuss der Höchstförderung zu kommen, müssen Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigen bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Sie müssen effizient mit Energie umgehen, ihren Beschäftigten einen Mindestlohn zahlen und dürfen nur einen Leiharbeiter-Anteil von 30 Prozent haben.

Um die Marktposition von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu verbessern, hat das Wirtschaftsministerium einen Darlehensfonds zur Erhöhung des Eigenkapitaldecke eingerichtet, so Christoffers. Generell wird die Wirtschaftsförderung von der Gewährung von Zuschüssen auf die Bereitstellung von Darlehen umgestellt.

Justizminister Volkmar Schöneburg erläuterte u.a. die Neustrukturierung der Gerichtsbezirke und wies dabei auf die Bedeutung von Bürgernähe im Justizwesen hin. Deshalb hat er sich für den Erhalt aller Amtsgerichte stark gemacht.

Des Weiteren erläuterte er seine Position zu Formen eines offeneren Strafvollzugs. Zwar könne man damit nicht an Stammtischen punkten, doch durch wissenschaftliche Studien sei erwiesen, dass Straftäter mit langen Haftstrafen im geschlossenen Vollzug keine günstige Sozialprognose haben.

Zum Abschluss der Regionalkonferenz gab Kerstin Kaiser, Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag Brandenburg, einen Überblick zur aktuellen Leitbild-Debatte „Brandenburg 2020“. Ziel sei es, die Vorstellungen der LINKEN zur künftigen Entwicklung des Landes Brandenburg in einem entsprechenden Papier darzustellen. Dabei will DIE LINKE den Bürgerinnen und Bürgern keinen fertigen Masterplan vorlegen, sondern sie einladen, am Diskussionsprozess teilzunehmen und eigene Ideen und Vorstellungen einzubringen.

Auch soll im Leitbild „Brandenburg 2020“ dargestellt werden, welche Positionen und Ziele DIE LINKE jenseits der Tagespolitik hat. „Wir müssen deutlich machen, dass unsere Ansprüche und Ziele in vielen Bereichen weitergehen, als das, was im Koalitionsvertrag als Kompromisslösung steht und Handlungsauftrag für unsere Minister und unsere Landtagsfraktion in dieser Legislaturperiode ist“, so Kerstin Kaiser.

22. März 2012

Täve in Nauen - Sodann in Rathenow

Prominente gestalteten Frauentagsfeiern der LINKEN im Havelland

Täve Schur erzählte aus seinem ereignisreichen Leben als Radsportler und Politiker.
Peter Sodann im Gespräch nach seiner Lesung in Rathenow zur Frauentagsveranstaltung.

Traditionell lädt die LINKE im Havelland zu Frauentagsfeiern ein. In Nauen sorgte in diesem Jahr Gustav Adolf Schur für einen unterhaltsamen Nachmittag. Vor über hundert Gästen berichtete der heute 81-Jährige über sein ereignisreiches Leben als Radsportler sowie als ehemaliger Abgeordneter der Volkskammer und des Deutschen Bundestages.

Nicht von ungefähr ist die Radsportlegende noch heute über 50 Jahre nach seinen größten sportlichen Erfolgen (zweifacher Weltmeister und Friedensfahrtsieger 1955 und 1959 sowie Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1956 und 1960) ein Vorbild nicht nur für die Fangemeinde seiner Generation. Täve ist stets bescheiden geblieben und dankbar gegenüber denjenigen, die durch ihre Arbeit seine Erfolge möglich machten, wie er auch in Nauen berichtete.

Die Gäste erfuhren u.a., dass Täve Schur auch heute noch täglich 70 bis 80 Kilometer mit dem Rad fährt, wenn es seine Zeit erlaubt. Auch anderen zahlreichen Verpflichtungen kommt er gern nach. Und so steht auch in diesem Jahr ein Besuch bei der „Tour de France“ in seinem Terminkalender. Seine Frau Renate kümmert sich indes zu Hause um die Fan-Post, die ihn nach wie vor erreicht.

„Wie schafft man das alles mit 81 Jahren?“, wollte ein Teilnehmer der Veranstaltung wissen. Auch darauf gibt Täve Schur eine plausible Antwort: Gesunde Ernährung und geistiges Training, täglich drei Zeitungen, Bücher - wenn es die Zeit erlaubt, und ein Ziel vor den Augen: Täve hat sich fest vorgenommen, auch seinen 100. Geburtstag zu feiern.

In Rathenow gestalteten der Schauspieler und Regisseur Peter Sodann und sein Sohn Franz ein abwechslungsreiches literarisches Programm zur Frauentagsveranstaltung. Statt Rosen präsentierten die beiden Akteure ihrem überwiegend weiblichen Publikum Gedichte und Kurzgeschichten.

Nicht nur Vergnügliches wie „Schweigen ist Gold“ von Roda Roda und „Ein lasterhaftes Hotel“ von Ephraim Kishon brachten Vater und Sohn Sodann zu Gehör, sondern auch anspruchsvolle Texte wie „Plädoyer für die Kirschblüte“ von Christoph Hein, in dem der Autor dem Verhältnis von Geld und Kultur in unserer Gesellschaft nachgeht. Auch die Bewunderer von Bertolt Brecht („Die Käuferin“) und Erich Kästner („Die Dame schreibt der Dame“) kamen auf ihre Kosten. Und nicht zuletzt wurde einem der brillantesten, zeitgenössischen Erzähler die Ehre erwiesen. Aus Ferdinand von Schirachs Bestseller „Verbrechen“ wurde die Episode „Herr Fähner“, vorgestellt.

Peter Sodann nutzte seinen Auftritt in Rathenow auch, um für ein Projekt zu werben, das ihm sehr am Herzen liegt. Mit dem Ende der DDR wanderten unzählige Bücher in den Müll. Da konnte der Buchmensch Peter Sodann nicht untätig zusehen und gründete eine Bibliothek, in der alle Bücher, die in Ostdeutschland in der Zeit vom 8. Mai 1945 bis zur deutschen Vereinigung erschienen sind, gesammelt werden.

Während er beim frühren Bundespräsidenten Horst Köhler vergebens um finanzielle Unterstützung für seine Bibliothek warb, zeigte sich das Rathenower Publikum gesichtsbewusster und spendabler.

Welche Bedeutung Bücher bzw. das Lesen für die Menschen haben, machte Peter Sodann zum Abschluss der Veranstaltung deutlich, indem er die Kurzgeschichte „Der schmutzige Korb“ vorlas.


19. März 2012

Regionalkonferenz der LINKEN in Dallgow-Döberitz

Am kommenden Sonnabend, dem 24. März 2012, lädt der Landesverband der Partei DIE LINKE Brandenburg zur Regionalkonferenz für die Kreisverbände Havelland, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Brandenburg/H. nach Dallgow-Döberitz ein.

Die Regionalkonferenz findet von 10.30 bis 16.00 Uhr im Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz, Marie-Curie-Straße 1, statt.
Zur Veranstaltung sind alle Interessierten eingeladen, die sich aus erster Hand über aktuelle und allgemeine Themen der Landespolitik informieren möchten.

Zu Beginn der Konferenz stehen die vier Ministerinnen und Minister der LINKEN in Brandenburg, Anita Tack (Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz),Helmuth Markov (stellv. Ministerpräsident und Finanzminister), Volkmar Schöneburg (Justizminister) und Ralf Christoffers (Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten) Rede und Antwort.

Im Anschluss haben die Anwesenden die Möglichkeit, mit den Ministern direkt ins Gespräch zu kommen. Dazu finden vier Gesprächsrunden mit den einzelnen Ressortchefs statt.

Nach einer Mittagspause wird die Regionalkonferenz mit der Leitbild-Debatte „Brandenburg 2020“ fortgesetzt. Zum Einstieg gibt es eine 30-minütige Podiumsdiskussion mit der Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE im Landtag Brandenburg, Kerstin Kaiser. Im Anschluss geht es an vier Thementischen („Gute Arbeit“, „Gesundheit“, „Bildung“ und „Kommunalstrukturen“ um die Zukunftsfragen in Brandenburg.

Nach einer Auswertung der Diskussion in den Arbeitsgruppen endet die Regionalkonferenz mit dem Schlusswort des Landesvorsitzenden Stefan Ludwig.



8. März 2012

Herzlichen Glückwunsch zum Frauentag!

Liebe Havelländerinnen,


wir gratulieren Ihnen recht herzlich zum Internationalen Frauentag. Auch wenn die Gleichberechtigung der Geschlechter heutzutage Normalität sein sollte, gibt es noch immer zahlreiche Benachteiligungen von Frauen und Mädchen; nicht zuletzt bei der Entlohnung.

Deshalb bleibt das Anliegen des Frauentags aktuell. Und DIE LINKE im Havelland führt anlässlich des Internationalen Frauentags folgende Aktivitäten durch:

  • Kreisvorsitzender Hendrik Öchsle und MdL Christian Görke überreichen am 8. März Blumen an Frauen und Mädchen im Rathenower Stadtzentrum
  • Mitglieder des Ortsvorstandes Nauen gratulieren am 8. März Frauen und Mädchen in Nauen und überreichen einen Blumengruß
  • Frauentagsfeier am 10. März ab 18.00 Uhr in Friesack in der Gaststätte Thomas Korn
  • Frauentagsveranstaltung mit Täve Schur am 17. März von 15.00 bis 17.00 Uhr in Nauen, Gaststätte "Am Ritterfeld"
  • Frauentagsveranstaltung mit Peter Sodann am 22. März ab 15.00 Uhr in Rathenow, Gastätte "Schwedendamm"
Die Rathenower Linke beteiligte sich mit einem Info-Stand am Aktionstag.
Neumitglied Jessica Albert erhielt ihre Mitgliedskarte und das Parteiprogramm.
3. März 2012

Politische Gespräche bei Rotem Frühstück

Rathenower Linke beteiligte sich an Aktionstag

Die Rathenower Linke beteiligte sich heute am Aktionstag der Partei und war mit einem Infostand im Stadtzentrum präsent.

Gleichzeitig waren interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Roten Frühstück eingeladen. Als Gesprächspartner für die Bürgeranliegen standen die Bundestagsabgeordnete Diana Golze sowie Mitglieder der Linksfraktion in der Rathenower Stadtverordnetenversammlung bereit.

Die Gespräche drehten sich nicht nur um kommunalpolitische Fragen, sondern auch um Probleme der Bundespolitik. So kritisierten die anwesenden Bürger die Gewährung des Ehrensoldes für den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff. Des Weiteren informierte die Linke über die aktuelle Leitbild-Debatte "Brandenburg 2020" und gab einen Überblick über die Halbzeitbilanz der rot-roten Landesregierung in Brandenburg.

Im Rahmen des Roten Frühstücks begrüßte die Rathenower Linke ein neues Mitglied. Die 22jährige Jessica Albert erhielt vom Kreischef der Linken, Hendrik Öchsle, ihre Mitgliedskarte sowie das neue Parteiprogramm.