13. August 2013

Trauer um Lothar Bisky

Die Vorsitzenden der Partei DIE LINKE, Katja Kipping und Bernd Riexinger, und der Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Gregor Gysi, erklären zum Tod von Lothar Bisky:

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir heute vom Tod unseres Freundes und Genossen Lothar Bisky erfahren. Unsere Gedanken und unsere Anteilnahme sind in diesen Stunden bei seiner Familie und seinen Freundinnen und Freunden. Es sind viele, die um Lothar Bisky trauern. Die Partei DIE LINKE verliert einen ihrer Gründungsvorsitzenden, einen streitbaren und solidarischen Genossen und einen Ratgeber. Die Bundesrepublik Deutschland verliert einen großen Mitgestalter der Gegenwart. Europa verliert einen engagierten Kämpfer für das Projekt einer politischen, sozialen und wirtschaftlichen Einigung des Kontinents. Die soziale Gerechtigkeit verliert einen starken Streiter.

Lothar Bisky hat die Partei des Demokratischen Sozialismus entscheidend geprägt. Er gehörte zu denjenigen, die leidenschaftlich für die neue LINKE gekämpft und um ihr Zusammenwachsen gerungen haben. Er hat die Partei DIE LINKE geführt und gestaltet. Er war Streiter und Kämpfer für eine einige und starke, gesamtdeutsche und europäische linkssozialistische Partei. Sein politisches Erbe ist für uns Mahnung und Ansporn.

Wir trauern um einen von uns. Wir trauern um einen Menschen mit einem höchst anständigen Charakter, mit großer Toleranz, mit tiefem Mitgefühl, mit einem tiefsinnigen Humor und mit größter Bescheidenheit. Wir trauern um Lothar Bisky.


Online-Kondolenzbuch

14. August 2013

Kirsten Tackmann (Die Linke) auf Sommertour im Ländchen Rhinow

Auf ihrer Sommertour durch den Wahlkreis 56 war die Bundestagsabgeordnete Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke) am Dienstag im Ländchen Rhinow unterwegs. Erste Station war die Rhinower Kindertagesstätte „Knirpsenstadt“. Beim Rundgang mit Kita-Leiterin Monika Hirschfeld erfuhr die Parlamentarierin, dass gegenwärtig 62 Mädchen und Jungen die Einrichtung besuchen. Das Kita-Gebäude wurde in den zurückliegenden Monaten renoviert. So wurden die Sanitärräume und der Speiseraum modernisiert. Des Weiteren wurde ein Teil der Fassade erneuert. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. „Insgesamt haben wir in unserer Kita gute Bedingungen. Die Kapazität ist auf 89 Kinder ausgelegt“, so die Kita-Leiterin im Gespräch mit der Abgeordneten.
Beim Gespräch mit Fischer Wolfgang Schröder erläuterte Kirsten Tackmann ihre Vorstellungen zur nachhaltigen Entwicklung in der ländlichen Region. Wolfgang Schröder, der den Familienbetrieb in der vierten Generation führt, berichtete, dass nur ein Viertel seiner Arbeitszeit mit dem Fischen ausgefüllt ist. Sehr zeitaufwendig sind auch die Vermarktung und Verarbeitung des Fanges. Von freitags bis sonntags bietet er einen Imbiss an und verkauft fangfrischen Fisch sowie Räucherware in seinem Laden am Gahlberg 2 in Strodehne an. Schwierig gestaltet es sich, Süßwasser-Fische an Gaststätten aus der Region zu vermarkten, so Fischer Schröder. Insbesondere während der Bundesgartenschau 2015 wäre es wünschenswert, wenn in den Gaststätten der Region auch Produkte aus dem Havelland verstärkt aufgeboten werden könnten, so Wolfgang Schröder. In dieser Frage versprach Kirsten Tackmann Unterstützung, um Gastronomen und die BUGA-Verantwortlichen für dieses Thema zu sensibilisieren.
Danach warb die Abgeordnete mit einem Info-Stand in Rhinow für das Wahlprogramm ihrer Partei und kam mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch.

Auch der regionale Fernsehsender Havelland TV interessierte sich für die Sommertour der Bundestagsabgeordneten und befragte die Linkspolitikerin.
Letzte Station der Wahlkreistour im Ländchen Rhinow war der Besuch des Straußenhofs in Großderschau. Im Oktober 2011 haben Enrico Dams und Nicole Drewes den Straußenhof übernommen und ihn als touristischen Mosaikstein in der Region etabliert. Jährlich werden ca. einhundert Jungtiere aufgezogen. Die Strauße werden vor Ort geschlachtet und verarbeitet. Die Produkte stehen nicht nur auf der Speisekarte der Gaststätte auf dem Straußenhof, sondern sind auch im Hofladen erhältlich. Die Palette reicht vom Straußensteak bis zum Straußeneierlikör. Problematisch für die Besitzer des Straußenhofes ist es, geeignetes Personal für den gastronomischen Bereich zu finden. Einige Bewerber haben noch in der Probezeit die Segel gestrichen.

8. August 2013

Brandenburgischer Spitzenkandidat ein Berliner?

Diana Golze zu einem Tagesspiegelinterview

Der Bundestag in Berlin ist weit weg, kaum greifbar für die Menschen. Viele haben das Gefühl, es wird Politik gemacht, die an den Lebensverhältnissen der Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger vorbei geht. Ich möchte nicht nur Politik für, sondern vor allem Politik mit den Menschen machen. Für den brandenburgischen Spitzenkandidat der SPD, Frank-Walter Steinmeier, wird dies schwierig. Denn der Berliner Bezirk Zehlendorf ist seine Heimat geworden. Das erfährt man aus dem Interview im Tagesspiegel vom 6.8.2013.

Beim Lesen des Interviews wird eines recht schnell klar: Steinmeier ist nicht in Brandenburg angekommen. Er interessiert sich nicht für die Menschen und deren Probleme. Das Bürgertum in Zehlendorf liegt ihm näher, als die Menschen in seinem Wahlkreis, als in Brandenburg. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er lediglich „eine Beziehung zum Brandenburger Umland und nicht nur zur Stadt Berlin“ aufgebaut hat. Mit den ländlich geprägten Regionen, die vor allem seinen Wahlkreis prägen, hat er nichts am Hut. Da helfen auch keine Fahrradtouren wenige Wochen vor der Wahl. Wie will er glaubhaft die Interessen der Menschen in Brandenburg vertreten, wenn er kein Gespür oder gar Interesse dafür hat? Brandenburg – das ist mehr als schöne Alleen, weite Felder und Kiefernwälder. Leider gehören soziale Missstände wie hohe Arbeitslosigkeit oder starke Abwanderung aus den Regionen dazu. Ziel linker Politik ist die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im gesamten Land. Ich setze mich vor Ort für gleichwertige Lebensverhältnisse und soziale Gerechtigkeit ein. Zusammen mit den Brandenburgerinnen und Brandenburgern wollen wir für die Zukunft unseres Landes einstehen und für eine neue soziale Idee streiten. Unser Ziel ist eine gerechte, transparente, demokratische, nachhaltige und friedliche Politik.

Hier das Interview:
m.tagesspiegel.de/berlin/frank-walter-steinmeier-im-interview-zehlendorf-ist-unsere-heimat-geworden/8601078.html

Diana Golze, Spitzenkandidatin der brandenburgischen Linken

7. August 2013

Rettungsdienst Havelland erhielt KTQ-Zertifikat

Gesundheitsministerin Anita Tack würdigte Engagement der Rettungsdienstmitarbeiter

Gesundheitsministerin Anita Tack (4.v.r.) und Dr. Bernd Metzinger, Vorsitzender des Gesellschafter Ausschusses der KTQ (r.), überreichten das Zertifikat an Dr. Frank Heinrich, Geschäftsführer der Rettungsdienst Havelland GmbH (3.v.r.) und Jörg Grigoleit, Geschäftsführer der Havelland Kliniken (2.v.r.)

„Der Rettungsdienst in Brandenburg war noch nie so gut aufgestellt wie heute. Die in den letzten Jahren in den Landkreisen durchgeführten Maßnahmen haben zu einem deutlichen Qualitätssprung geführt“, sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack anlässlich der Zertifizierung der Rettungsdienst Havelland GmbH. Zum ersten Mal im Land Brandenburg wurde ein Qualitätssiegel der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ) an einen Rettungsdienst vergeben. Die Zertifizierung wurde für die Dauer von drei Jahren ausgesprochen. Das KTQ-Zertifikat bewertet das Qualitätsmanagement des Rettungsdienstes in den Kategorien Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit sowie Informations- und Kommunikationswesen.

Ministerin Tack würdigte aus diesem Anlass das Engagement und den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Sich freiwillig und erfolgreich um ein solches Siegel zu bewerben, ist eine große Herausforderung. Ich hoffe, es gibt im Land Brandenburg viele Nachahmer“, so Tack. Im Kern gehe es darum, nicht nur Notfallpatientinnen und -patienten ständig auf hohem Niveau zu versorgen, sondern auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Sicherheit zu geben, nach aktuellen medizinischen Grundsätzen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Das ist ein andauernder Prozess. Die Ministerin hob hervor, dass die Hilfsfrist von 15 Minuten im Landkreis Havelland zu über 95 Prozent eingehalten wird.

An der Übergabe des KTQ-Zertifikats nahm auch die Rathenower Bundestagsabgeordnete Diana Golze teil. "Die Rettungsdienst Havelland GmbH ist der erste Rettungsdienst im Land Brandenburg, der das KTQ-Zertifizierungsverfahren erfolgreich bestanden hat. Dieser Qualitätsstandard bestätigt die Entscheidung des Kreistages Havelland, den Rettungsdienst in die kommunale Unternehmensgruppe Havelland Kliniken einzugliedern", so die Bundestagsabgeordnete.

Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes im Land Brandenburg sind die Landkreise und kreisfreien Städte. Auf die 18 Rettungsdienstbereiche verteilen sich 321 Einsatzfahrzeuge in 141 Rettungswachen. Das sind 25 mehr als 2000. Es sind mehr Fahrzeuge unterwegs, die durch GPS-gestützte Navigation effizienter eingesetzt werden können. Damit hat sich die rettungsdienstliche Versorgung im Land deutlich verbessert.

Der bodengebundene Rettungsdienst wird durch die Luftrettung unterstützt, insbesondere dort, wo der Transport der Notfallpatienten auf der Straße aus medizinischer Sicht nicht zu vertreten ist. Träger der Luftrettung ist das Land. Gegenwärtig gibt es an vier Standorten Luftrettungsmittel: in Perleberg, Brandenburg a.d.H., Senftenberg und Bad Saarow. „Mit der geplanten Inbetriebnahme des Luftrettungszentrums im zweiten Halbjahr 2014 in Angermünde im Nordosten des Landes wird eine flächendeckende Versorgung sichergestellt“, sagte die Ministerin.